Besuch in der Schule. Thema Alkohol

Vor einiger Zeit kontaktierte mich eine Lehrperson, sie fragte mich ob es möglich wäre mit ihren Schülern für ca. 2 Stunden das Thema Alkohol zu besprechen. Ich hatte so etwas vorher noch nie gemacht, aber als sie mir sagte, dass ihre Schüler im Alter von 14 und 15 Jahren sind, entschloss ich mich es zu tun.  Als ich zum ersten mal Alkohol getrunken hatte, war ich ja auch in diesem Alter.

Ein paar Wochen später war es dann soweit. Ich traf mich mit der Lehrperson eine halbe Stunde vor Unterrichtsbeginn. Bei einem Getränk besprachen wir noch kurz den Ablauf. Als ich dann den Klassenraum betrat, überkam mich schon ein eigenartiges Gefühl der Anspannung. Es waren nämlich ca. 50 Schüler und 3 Lehrpersonen im Raum, vor denen ich nun zu erzählen begann. Die ersten Worte waren sehr schwierig, aber als ich die Aufmerksamkeit aller Beteiligten spürte, ging alles ganz leicht. Den Schülern zu vermitteln, dass ich nicht hier bin um ihnen den Alkohol zu verbieten, sondern um sie auf die Gefahren und das Leid hinzuweisen, welche der Alkohol mit sich bringt, war für mich wichtig. Ich versuchte meine Lebensgeschichte so kurz als möglich zu erzählen – vom jugendlichen Komatrinken bis hin zum trockenen Alkoholiker – denn ich war gespannt auf die Fragen die kommen würden. Nach ca. 20 Minuten war ich dann fertig, bedankte mich fürs zuhören und bot den Schülern an mir Fragen zu stellen. Zuerst waren alle etwas schüchtern, aber als der erste Schüler eine Frage stellte, fingen auch viele andere an ihre Hand zu heben.  Auch ich wollte von den Schülern etwas wissen, nämlich wer von ihnen schon einmal Alkohol getrunken hatte. Etwas mehr als die Hälfte zeigte auf, was mich auch nicht wunderte. Etwa eine Stunde lang stellten mir die Schüler, aber auch die 3 Lehrer viele interessante Fragen, die ich ihnen alle beantworten konnte.

Mit kräftigem Applaus wurde ich verabschiedet und ich hoffe, meine Erfahrungen konnten für diese Jungendlichen hilfreich sein, für ihren weiteren Lebensweg, so dass der Alkohol nicht zum Zerstörer ihres Lebens wird.

Rene Zeiner

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